Inszenierte Erlebniswelten prägen unseren Alltag. So werden u.a. Einkäufe als Erlebniskäufe inszeniert, wobei die Spanne vom ökologischen Hofverkauf bis zur Nobelpassage mit Klavieruntermalung reicht. Inszenierte Landschaften die beim Besucher Spannung, Ehrfurcht oder Heiterkeit erregen stehen auch in der Tradition der Landschaftsarchitektur.

Spätestens seit der Zeit der kommerziellen Vergngungsgärten, die das gesellschaftliche Leben des 16. Jahrhunderts in London und anderen europäischen Städten geprägt haben, beschäftigen sich Gartenkünstler mit geplanten Emotionen. In den Landschaftsgärten des 18. Jahrhunderts wurde das Erzeugen von möglichst kontrastierenden Stimmungen zum Entwurfsprinzip. Ähnliche Inszenierungen sind heute selbstverständlicher Bestandteil von Freizeitparks, Shoppingcentern und öffentlichen Plätzen.

x.kurs wird an landschaftlichen Ausschnitten eigene Inszenierungen erarbeiten. Da ein realer Landschaftsausschnitt im Maßstab 1:1 jedoch nicht innerhalb einer 4-tägigen Werkstatt umfassend und kontrolliert gestaltet werden kann, werden wir in einer modellhaften, makroskopischen Interpretation realer Landschaften arbeiten.

Anhand dieser mikroskopischen Landschaften können experimentelle, emotionale landschaftsarchitektonische Inszenierungen realisiert werden, die sich weitestgehend von den alltäglichen Einschränkungen lösen. Bisher nicht probierte Gestaltungsideen können formuliert, realisert und diskutiert werden. Als inhaltliche Gestaltungsaufgaben werden Ausschnitte aus verschiedenen Comic-Serien verwendet, die differenzierte Emotionen darstellen.

 

Die Werkstatt 2002 Inszenierte Landschaften II fand vom 28. August bis 01. September 2002 in einer leerstehenden Plattenbausiedlung in Cottbus statt.

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